Durch verschiedene Ursachen kann es beim Mann zur Entwicklung einer vergrößerten Brustdrüse (Gynäkomastie) kommen. Dabei spielen Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, hormonelle Veränderungen oder genetische Störungen eine Rolle. In seltenen Fällen kann auch ein bösartiger Tumor vorliegen. Bei jungen Männern ist eine Gynäkomastie jedoch meistens ohne Krankheitswert.
In jedem Fall muss jedoch eine Abklärung durch den Internisten erfolgen und sollte gegebenenfalls durch eine bildgebende Diagnostik ergänzt werden. Anschließend sollte sowohl zur genaueren Untersuchung des Gewebes als auch aus ästhetischen Gründen eine Korrekturoperation erfolgen.
Dabei wird über einen bogenförmigen Hautschnitt am Unterrand der Brustwarze das überschüssige Drüsengewebe entfernt. In den meisten Fällen muss zusätzlich eine Angleichung der Kontur durch eine Liposuction vorgenommen werden.
Nach der Behandlung muss für 6 Wochen ein spezielles Kompressionsmieder getragen werden. So werden eventuelle Schwellungen gering gehalten und der Schrumpfungsprozess der Haut unterstützt. Die Hautfäden können nach 14 Tagen entfernt werden.

